Sind Mitgliederversammlungen noch zeitgemäß?

Wie erreichen wir in unserer Sektion mehr Mitbestimmung? 

Liebe Mitglieder der DAV Sektion Berlin!

Unsere Sektion ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Aber nur wenige der nunmehr 22.000 Mitglieder bringen sich aktiv in die Diskussions- und Entscheidungsprozesse ein.

Die Mitgliederversammlungen werden in der Regel nur von rund 50 bis 80 Mitgliedern wahrgenommen. In den Gremien der Sektion sind insgesamt etwa 200 Mitglieder aktiv.

Wie erreichen wir mehr Mitglieder, um offen und in großer Breite zu diskutieren und zu demokratisch legitimierten Entscheidungen zu kommen? Was meint Ihr?  

Gegenwärtig sind Mitgliederversammlungen noch rechtlich notwendig.

Was müsste sich ändern, damit Ihr Euch daran beteiligt? Durch welche Mittel zur Entscheidungsfindung könnten sie ergänzt werden?

Das Projekt „150+ Wegfinder Zukunft“ braucht Euren Input, um den notwendigen Prozess der Erneuerung unserer Sektion mit Euch gemeinsam zu gestalten.

Dies soll ein offenes Forum für alle Mitglieder sein. Jeder und jede kann hier Gedanken, Ideen, Vorschläge oder Kritik äußern. Beteiligt Euch! Mischt Euch ein! Wir wünschen uns eine lebhafte, offene Diskussion über die Gegenwart und die Zukunft unseres Vereins. In der Pilotphase (über die nächsten Monate) werden wir alle vier Wochen ein neues Thema vorstellen.

Für unser Forum gibt es eine kleine „Netiquette“: 

1. Nutzt bitte Euren Klarnamen
2. Respektiert die Meinung anderer, pflegt einen höflichen und wertschätzenden Umgang
3. Verzichtet auf persönliche Angriffe, Beleidigungen und Provokationen
4. Übt konstruktive Kritik, bleibt sachlich und stellt keine unwahren Behauptungen auf
5. Bleibt beim vorgegebenen Thema innerhalb eines Diskussionsfadens

Das Forum bleibt bis zum 15. Dezember für Eure Beteiligung an dieser Debatte geöffnet.

7 Kommentare bei “Sind Mitgliederversammlungen noch zeitgemäß?”

  1. Anonymous schrieb:

    Wir sollten generell nicht Menschen benachteiligen nur weil sie nicht physisch anwesend sein können, eine online Wahl kann jedoch nie Frei, Geheim und Nachvollziehbar sein. Das wäre nur umsetzbar bei nicht geheimer Wahl.

    Es gab mal einen Ansatz bei den Piraten die hatten ein Tool das nannte/nennt sich Liquiddemocracy damit konnte man seine Stimme delegieren, alle antrage waren da drin und es war ersichtlich wer welche postition vertritt, so gab es eine art vor Wahl. Die Stimmen sammelten sich bei den aktiven und so konnten zügig Entscheidungen getroffen werden.

    Ein paar Links:

    https://www.cr-online.de/blog/2020/09/04/corona-update-virtuelle-mitgliederversammlung-vorstandswahlen-im-verein/

    https://www.winheller.com/gemeinnuetzigkeitsrecht/vereinsrecht-verbandsrecht/mitgliederversammlung-verein/virtuelle-mitgliederversammlung.html

    • Anonymous schrieb:

      hier das tool das ich meine: https://liqd.net/en/
      das ganze ist eine digitale, offene form des proxy votings, menschen wählen menschen denen sie vertrauen, bündeln so ihre stimmen, das vereinfacht meinungsfindungsprozesse in größeren Gruppen. Vor allem bei ehrenamtlich organisierten vereinen kann man so verhindern das die die am lautesten schreit oder in einem Gremium am heftigsten diskutiert macht erlangt, statt dessen geht diese von der menge an vertrauen aus das Mensch von anderen erhalten hat.

      Hier noch der wiki Artikel zu dieser form der Demokratie:
      https://en.wikipedia.org/wiki/Liquid_democracy

  2. Anonymous schrieb:

    Ich halte die Begründung aus der die MV verschoben wurde für rechtlich nicht haltbar, die juristische Prüfung steht noch aus…

    Im Dialog habe ich die Befassung mit alternativen vermisst, es wirkte willkürlich und auf rückfragen wurde nicht geantwortet, Ich habe am 30.10 an die Sektion geschrien und überhaupt keine Rückmeldung erhalten.

    • Anonymous schrieb:

      Liebe/r Anonymous,

      An wen hast du denn geschrieben? Alle E-Mails die ich erhalten habe wurden beantwortet.
      Im übrigen fände ich es gut hier nicht anonym sondern unter seinem Namen zu schreiben.

      mit besten Grüßen
      David Riebschläger
      stell. Vorsitzender

      • Anonymous schrieb:

        ich hatte an service@dav-berlin.de am 30 oct um 17:36 geschrieben.

        LG
        Mario

        • David Riebschläger schrieb:

          Hallo Mario,

          Ich glaube es macht mehr Sinn nach Lösungen für die Zukunft zu suchen, als über eine Abgesagte Sitzung in den Steit zu kommen.

          Ich gebe Dir recht, was das die Themen Mitgliederbeteiligung allgemein und digitale Beteiligungsformen betrifft, bleibt unsere Sektion weit hinter Ihren Möglichkeiten.

          Ich könnte jetzt schreiben, dass es nun mal eher Ältere Menschen sind, die die Entscheidungsprozesse bestimmen und da geht das nicht so schnell und es gibt Unwissen über digitale Formen. Aber so einfach ist es nicht, denn dass dies so ist hat auch was damit zu tun, dass sich viele jüngere nicht einbringen, obwohl sie eingeladen sind. Ja ich weiss, dass ist dann tröge, aber wir gewinnen nur als Gemeinschaft und wenn die jüngeren mehr mitgestallten, dann beginnen sich auch Formen und Prozesse zu ändern.

          Natürlich steht jedem Frei, es juristisch prüfen zu lassen, das ändert aber nichts daran, dass die MV in das Estrell eingeladen wurde und nicht Online.
          Das war zum Zeitpunkt der Einladung entsprechend der Verordungen, die dann kurz vor der MV geändert wurden. Selbst wenn es technisch möglich gewesen wäre (unsere Mitarbeiter haben hier Nein gesagt), hätten wir 2 Monate vorher zu der Onlineversammlung einladen müssen und wie gesagt da waren die Regeln noch andere.

          Keine Änderung funktioniert von jetzt auf sofort.
          Die Tatsache dass es hier jetzt dieses Forum gibt wird nicht das Ende der Entwicklung sein, Es steht ja im Zusammenhang zu unserem Zukunftsprozess 150+. Daher möchte ich dich gerne Einladen, Die eigentliche Frage zu beantworten, denn wir müssen darüber reden wo sie Reise hingehen soll und zwar bevor wir uns auf den Weg machen.

          • Mario schrieb:

            Hallo David,

            ja sicherlich hast du recht, das hier ein paar Kommunikationsschritte nicht optimal gelaufen sind, ich sehe so eine Situation aber als Leerstück, warum wurde nicht die Diskussion über die digitalisierung/verschiebung öffentlich geführt? Wer hatte welche bedenken und warum?

            Wenn es menschen gibt die aufgrund ihrer Fähigkeiten etwas nicht können warum fragen die dann nicht nach Hilfe; ich gehe doch auch nicht in den Vorstieg wenn ich das nicht kann?

            Abstimmungen online durchzuführen ist keine leichte Sache, es ist sogar denkbar das es vollkommen unmöglich ist dies geheim durchzuführen. Da diskutieren viele Menschen schon seit Jahren drüber.

            Aber wir alle praktizieren seit März digitale Versammlungsformen, in Video Calls statt Meetings, in Streams statt Theatern, in digitaler Formular und Dokumenten Abgabe.
            Es hat sich viel getan was sich schon lange hätte tun müssen. Wir sollten also auch im DAV am besten Deutschlandweit aber gerne zunächst in der Berliner Sektion mit der Zeit gehen uns Formen der Mitbestimmung und viel wichtiger der Information schaffen die sich den Möglichkeiten der neuen medien auch bedienen.

            Mein Lieblingsbeispiel dafür, wie das nicht passiert ist immer der Bergsteiger, der wird mir jedes Mal per PDF zugeschickt, auf der Titelseite des PDF ist die Freifläche für den Postversand zu sehen… m(


            Ich finde wir sollten den Entscheidungsprozess wie es zur Verschiebung kam einmal beleuchten, so sehen wir welche Argumente es für und gegen gibt. Dann können wir versuchen diese Probleme oder vlt. auch nur Ängste zu lösen und eine besserer Umsetzung finden.

            Sicherlich sollte auch eine rechtliche Prüfung dies begleiten denn bei 22k Menschen im Verein gibt es immer welche die auch mal klagen und sicherlich will keine von uns gegen das Gesetz verstossen.

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