++++ Wir sind sehr betroffen vom tragischen Lawinenunfall, der sich am 11.04.2024 um kurz vor 11 Uhr auf dem Zustieg zu unserer Martin-Busch-Hütte ereignet hat. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer und allen Beteiligten. ++++
++++ Aufgrund der Mitgliederversammlung am Do, den 16. Mai schließt die Geschäftsstelle an diesem Tag bereits um 18 Uhr ++++

150+ WegfinderZukunft

Warum 150 +

Seit dem Jahr 2008 hat sich die Zahl der Mitglieder in unserer Sektion verdreifacht, inzwischen sind wir mehr als 26.000. Mit dem starken Wachstum hat sich allerdings auch das Spektrum der Vereinsaktivitäten erweitert. Die bisherigen, organisch entstandenen Arbeitsweisen und Strukturen des Vereines sind dieser Herausforderung nicht mehr gewachsen. Viele neue Themen und Trends in unserer Sektion, beispielsweise die Themenbereiche Inklusion und Familien, könnten besser verwurzelt werden. Auch der Klettersport hat mit dem Bau unser Kletterhalle einen zentraleren Platz eingenommen als noch vor Jahren. Für viele einzelne Themenbereiche sind die Ansprechpartner für unsere Mitglieder nicht mehr ausreichend veranschaulicht.

Um die Strukturen an diese heutigen Bedürfnisse anzupassen, hat der Vorstand 2019 das Projekt 150+ ins Leben gerufen. Der Name steht für die 150 Jahre Geschichte unserer Sektion und dafür, dass wir uns Fit für die Zukunft machen wollen.

Unser Ziel ist es, einen Verein mit der Größe, die wir erreicht haben, "handlungsfähig" zu machen.

Dabei möchten wir folgende Fragen beantworten:

 

1. Was ist das Selbstverständnis unserer Sektion auf der Grundlage des Leitbildes des DAV Bundesverbandes
2. Wie kommen wir bei der mittlerweile erreichten Vereinsgröße zu transparenten Beschlüssen?
3. Wie können Ansprüche an Transparenz und Wünsche zur Beteiligung unter Beachtung der Handlungsfähigkeit der Sektion gut erfüllt werden?

 

Wie sind wir vorgegangen?

Um eine Reform der Strukturen anzugehen, hat die Sektion mit der Beraterfirma BVM einen professionellen externen Gutachter ins Boot geholt.

Ein erster wichtiger Schritt in diesem Prozess war unsere Mitgliederbefragung im Jahr 2021. Im Ergebnis zeigte sich, dass eine große Mehrheit der an der Befragung Teilnehmenden mit den Leistungen der Sektion zufrieden war. Doch es wurden auch Defizite und Schwachstellen erkennbar. Alles in allem haben die Antworten uns geholfen, unser Selbstverständnis als Verein und als arbeitende Organisation zu schärfen, und im zweiten Schritt auf der Mitgliederversammlung 2022 ein neues Leitbild unserer Sektion beschließen zu können.

BVM wurde beauftragt, die Aufgabenverteilungen und die Arbeitsweisen unserer Sektion einer objektiven Analyse zu unterziehen. Aufgezeigt wurden unter anderem unklare Verantwortlichkeiten, ineffektive Doppelstrukturen und daraus resultierend das Delegieren niederrangiger Entscheidungen an höhere Gremien. Basisnahe Entscheidungsebenen fehlen, auch bearbeiten verschiedene Akteure zur selben Zeit dasselbe Thema. Hier zeigte sich ein höherer Bedarf von Transparenz und Absprachen.

Als dritten Schritt haben wir aufbauend auf dieser Analyse eine Neugestaltung der Vereinsstrukturen in Angriff genommen. Ziel ist es, basisnahe Entscheidungsebenen zu installieren, Transparenz und Kooperation zu ermöglichen, wo es geht, aber trotzdem abzugrenzen und Entscheidungsorte zu definieren wo nötig.

Ein Rahmen für die angedachten Reformvorhaben liegt nun vor noch nicht zu Ende diskutiert, trotzdem soll der aktuelle Vorschlag den Mitgliedern der Sektion bekannt gemacht werden. Die Mitgliederversammlung wird am 16. Mai gebeten, der neuen Struktur im Grundsatz zuzustimmen und damit den Weg für eine vertiefte Ausarbeitung der Vorschläge zu ebnen.

 

Was sind die wesentlichen Inhalte:

 

Ressorts (Gelb)

Die Arbeitsfelder der Sektion werden in „Ressorts“ gegliedert. Ein Ressort ist ein inhaltlich abgeschlossener Arbeitsbereich der Sektion. Diese werden nicht mehr in der Satzung festgeschrieben, um bei Bedarf schnell und unkompliziert Anpassungen vornehmen zu können.

Die Leitung der Ressorts wird von einzelnen Personen oder im Team wahrgenommen.

Die Ressortleitung ist für die Aktivitäten im gesamten Ressort verantwortlich. Den Rahmen ihrer Tätigkeit (Aufgaben und Kompetenzen) bestimmen insbesondere die Satzung, das Leitbild der Sektion, ggf. im Einzelfall Beschlüsse der Mitgliederversammlung oder des Vorstandes.

 

Arbeitskreise (Orange)

Innerhalb der Ressorts werden bei Bedarf Arbeitskreise eingerichtet. Auch diese werden nicht mehr in der Satzung festgeschrieben, sondern von den Ressortleitungen in Absprache mit den Mitarbeitern (ehrenamtlich und hauptamtlich) in diesem Ressort eingerichtet. Die Arbeitskreise arbeiten an der Koordination und Umsetzung der praktischen Abläufe und Aktivitäten. Arbeitskreise sind als Teil des Vereinslebens und mögliche Anlaufstelle für interessierte Mitglieder.

 

Geschäftsbereiche (Blau)

Geschäftsbereiche sind Struktur- und Ordnungselemente der Sektion. In ihnen sind Ressorts zusammengefasst, die viele Gemeinsamkeiten haben.

Die Koordination von Themen und Inhalten innerhalb der Geschäftsbereiche erfolgt durch die Geschäftsbereichsleitung. Die Geschäftsbereichsleitungen übernehmen damit Aufgaben, die heute bei Mitgliedern des Vereinsvorstands liegen.

Eine wesentliche Neuerung ist dabei jedoch eine inhaltliche Zusammenführung in einem Geschäftsbereich.

Im jetzigen Hüttenreferat sind bereits alle Angelegenheiten von Hütten und Wegen zusammengefasst. Jedoch ist z.B. das Thema Kommunikation und Öffentlichkeit bislang über mehrere Referate, Arbeitsbereiche von Vorstandsmitgliedern und die Geschäftsstelle verstreut.

 

Vorstand

Die Zentrale Funktion eines Vorstandes ist normalerweise die strategische Leitung der Sektion, insbesondere die Sicherstellung der Einheit der Sektion, die Vertretung nach außen und der Wahrung der Satzungseinhaltung. Zentral sollte die Umsetzung der Beschlüsse der MV sein.

Anders als heute soll der Vorstand als Ganzes die Gesamtverantwortung der Sektion wahrnehmen, aber kleiner werden. Die Einbindung und damit der einzelne Einfluss in die operativen Arbeitsebenen soll abgeschafft werden.

 

Mitgliederbeteiligung:

Als neues Element schlagen wir das Forum vor: Einen Ort, an dem Vereinsmitglieder mit anderen über die Sektion und den DAV ins Gespräch kommen, Vorschläge einbringen, Wünsche und Kritik formulieren können. Der Austausch muss nicht unbedingt im Rahmen einer klassischen Sitzung erfolgen, er könnte auch in Gestalt eines Waldcafés oder einer strukturierten Online-Diskussion und Befragung stattfinden.

 

Was für Papiere haben wir eingestellt (und wie sind sie zu verstehen)

 

Als Information zum bisherigen Prozess stellen wir folgende Informationen bereit.

 

Und hier die aktuellen Mitglieder der Projektgruppe mit Namen und Bereich

Bernd Schröder (Geschäftsstellenleiter)

Bernd Schröder

Baujahr 1958, seit 1979 in Berlin und im Alpenverein, seit 1992 hauptamtlich in der Sektion Berlin. Dort habe ich nach „wilden“Anfangsjahren gelernt, dass Erlebnistiefe und Sicherheit nicht zwingend konform sein müssen, dass aber mehr Sicherheit nicht unbedingt zu weniger Erlebnistiefe führt. Als Ausbildungshelfer seit 1986 und als Trainer C Hochtouren (1990-2019) war mir die Schulung von Risikoeinschätzung und Gefahrenbewusstsein wichtiger als das Durchziehen alpinistischer Bestleistungen. Wer gut und selbständig Bergsteigen will - egal ob beimWandern, Klettern oder Hochtourengehen –muss schnell und treffsicher entscheiden können. Die Voraussetzungen hierfür lernt man bei uns, beim Alpenverein. Das ist eine Aufgabe, die ich für absolut unverzichtbar halte.

Christiane Gögelein (Hüttenreferat und Bibliothek)

Christiane Gögelein

Geboren 1965, Mutter zweier „erwachsener“ Kinder. Ich bin erst seit wenigen Jahren in der Sektion Berlin, erst als „einfaches“ Mitglied, seit 2018 als Hüttenwartin der Berliner Hütte, seit März auch nebenberuflich verantwortlich für die Bibliothek der Sektion, ab August vollzeit in der Geschäftsstelle tätig. Das rasante Wachstum und die Veränderung über die letzten 20 Jahre habe ich nicht mitbekommen, dafür aber vielleicht in der Lage zu berichten, wie die vielen neue Mitglieder, bzw. Mitglieder mit weniger jahrelanger Vernetzung den Verein und das Miteinander erleben. Den Verein als Ehrenamtliche erlebe ich schon seit 3 Jahren, einen ganz neuen Einblick bekomme ich gerade als neue Kollegin in der Geschäftsstelle. Ehrenamt und Hauptamt, Kletterer und Bergsportler, Jung und Alt zu vernetzen ist eine große Aufgabe, der sich die Gruppe angenommen hat. Der Anfang ist getan, und ich bin mir sicher, dass die Gruppe ihren Weg macht. Als Nicht-Leistungssportlerin und mehr oder weniger Neumitglied, sehe ich meine Aufgabe darin zu unterstützen, alle Mitglieder bei diesem Marathon wirklich mitzunehmen, auf die Gefahr hin, dass sich Profis und Sprinter gelegentlich im Tempo ausgebremst fühlen werden.

Claudia Hedemann (Kletterzentrum / Geschäftsstelle)

Claudia Hedemann

Erst in meinen 20ern, bei einemWochenende in der Sächsischen Schweiz mit früheren Kollegen, habe ich mit dem Klettern angefangenund kann seit dem nicht aufhören. Ausbildungsangebot und Kletteranlagen der Sektion Berlin haben mich damals in den Verein geholt. Inzwischen bin ich selbst Trainerin C für Klettern und bin tätig für die Sektion in der Geschäftsstelle, am Fels und im Kletterzentrum. Mich faszinieren Verzahnung und Zusammenspiel, seienes Körperkraft und Psyche beim Klettern, seien es Risiko und Kontrolle im alpinen Kontext oder seien es Einzelinteressen und gemeinsame Ziele bei der Zusammenarbeit im Verein.

David Riebschläger (Vorstand und Bauherren-Sprecher fürs Vereinszentrum)

David Riebschläger

Ich bin Vater von 2 Kindern und durch diese seit 6 Jahren in der Sektion aktiv im Bereich der Familiengruppen. In den letzten Jahren habe ich festgestellt, dass wir ein toller Verein sind, aber Engagement oft nicht gefördert, sondern behindert wird. Mir schwebt ein Verein vor, der offen ist für vielfältige Menschen, in dem es für jeden einen Platz gibt, in dem wir unsere Ziele gemeinsam besprechen und erreichen. Für alles sollte es Ansprechpartner geben, die auch zuständig sind. Entscheidungsprozesse müssen offen und transparent sein. Ehrenamtliche brauchen Unterstützung (nicht Bevormundung) durch die Sektion. Dabei sollten die Regelungen offen und transparent sein.

Harald Fuchs (Vorsitzender Sektion Berlin)

Dr. Harald Fuchs

geboren 1959 in Berlin. Seit 1975 Mitglied DAV Sektion Berlin. Begonnen hat es mit dem Kletterturm am Teufelsberg (Spitzname „Hakenharry“). Recht bald aber auch zunehmend anspruchsvollere Touren in den Ost- und Westalpen und dem außeralpinen Bereich auf und auch in die Berge (Speleologie). Mit der Zeit verlagerte sich das Interesse zunehmen auf Skitouren in eher unbekannte Regionen ohne vorgegebene Routen bis hin zu eigenverantwortlichen Polarexpeditionen in der Arktis. Studium und Promotion an der FU-Berlin in Geologie mit Schwerpunkt Fernerkundung. Zusätzlich Aufbaustudium zum Wirtschaftsingenieur. Auf dieser Basis seit über 30 Jahre international tätig für die IBM und dies kombiniert mit ehrenamtlichen Projekten in der Klimaforschung.

Kristin Radix (Mitgliederverwaltung / Geschäftsstelle)

Kristin Radix

Fern der Berge geboren - und obwohl (oder weil) seit 30 Jahren in der Großstadt lebend, mag ich es lieber grün als grau, suche die Nischen und den Freiraum und bin oft draußen in der Natur unterwegs.

Seit 2008 als Mitglied, seit 2013 ganz nah dran, bin ich in der Sektion Berlin verantwortlich für den Bereich der Mitgliederverwaltung. Und das umfasst nicht nur das Bearbeiten von Mitgliedsanträgen.

Es geht auch um das große Ganze, um das Konstrukt Verein und die Substanz der Sektion Berlin, die Möglichkeiten und Potentiale zu sehen und den interessierten Mitgliedern und Neuen im Verein zu beschreiben.

Und es gibt so Gehaltvolles, ich seh' so Vieles, was gut aufgestellt ist, aus dem man schöpfen und worauf man aufbauen kann. Ich sehe aber auch Einiges was „unstrukturiert“ ist, was besser aufgestellt werden könnte. Und ich treffe auf viele ambitionierte Aktive hier in der Sektion.

Und dafür möchte ich mich einsetzen, dass all die Energie, die in die Sektion investiert wird, nicht verpufft. Ich möchte mitwirken, dass das Projekt 150+WegfinderZukunft als Chance begreifbar wird, damit wir unsere Stärken erkennen und uns miteinander gut aufstellen und gemeinsam weiterkommen.

 

Melanie C. Hippe (Familien / Jugend)

Melanie C. Hippe

Melanie Hippe, Leiterin der Gruppe “DraußenZeit"
Ich bin 30 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder. Meinen Urlaub verbringe ich üblicherweise in den Bergen, aber auch an der Kletterwand bin ich ab und an zu finden, am liebsten draußen. Seit 9 Jahren bin ich für die Sektion als Gruppenleiter tätig sowie seit 4 Jahren Vorstandsmitglied im DAV Landesverband Berlin.
Ich absolviere gerade mein Master in “Sozialmanagement” und hoffe, dass ich neben der langjährigen Erfahrung im DAV auch mein frisch erworbenes Wissen in die Projektgruppe einbringen kann. Mein Wunsch ist es Strukturen zu schaffen, dass wir als bunte Gemeinschaft zusammenwachsen, sowie ein ausgewogenes Arbeiten zwischen Haupt- und Ehrenamt zu erreichen.

Pia Kavka (Familienreferentin)

Pia Kavka

Ich bin Pia Kavka, 50 Jahre alt verheiratet und habe zwei Töchter die noch in die Grundschule gehen. Im Verein bin ich seit 2007 und in der Sektion ehrenamtlich engagiert seit 2014, als ich mit einer anderen Mutter die Familiengruppe Bergsalamander gründete. Letztes Jahr gründete ich dann einen neue Familiengruppe, die Wanderfalken für Eltern mit Kindern ab Jahrgang 2012 aufwärts. Seit Januar bin ich Familenreferentin der Sektion. Meine Motivation bei der Gruppe 150+ mit zu arbeiten ist vor allem durch schlechte Erfahrungen mit den Strukturen, Geschäftsstelle und Vorstand geprägt insbesondere der mangelnden Kinder- und Familienfreundlichkeit in der Sektion. Das zu ändern ist mein Bestreben. Ich interessiere mich für Strukturen, Organisation und Umsetzung von Beschlüssen und Ideen.

Reinhard Günzler (Gruppenleiter / Ausbilder)

Reinhard Günzler

wurde 1960 in Recklinghausen geboren, studierte ab 1981 Filmwissenschaften in Berlin und arbeitet seit 1986 als freier Drehbuchautor, Dramaturg und Regisseur für Film undFernsehen. Mit 14 Jahren entdeckte er die Berge und blieb ihnen treu. Beim Bergwandernvon Hütte zu Hütte, bei Gipfeltouren, beim Sportklettern oder bei Skitouren. Nach dem Mauerfall erkundete er auch das Berliner Umland, paddelnd, radfahrend, wandernd und fotografierend. Im Verein engagiert er sich als Ausbilder (Trainer C Klettern), Gruppen-vertreter im Beirat und Eventgestalter.

Viktor Lang (Betriebsleiter Kletterzentrum)

Viktor Lang

Viktor Lang, geb. 1967, Mitglied in der Sektion seit 2007. Trainer Sportklettern und Trainer für Menschen mit Behinderungen, Betreuer unserer Freiwilligendienstleistenden, erst Hallenwart Hüttenweg und seit 2013 Betriebsleiter unseres Kletterzentrums. Vor unserer Sektion war ich lange Jahre in Rudervereinen u.a. auch als Ausbilder aktiv. Aus den bisher kennengelernten Strukturen und Organisationsformen wünsche ich mir für unseren Verein mehr erlebbare Gemeinschaft, Transparenz und Beteiligungsmöglichkeit/-willen und -bereitschaft, um aus dem Komplex aus Mitgliedern, Kletterzentrum und Vereinszentrum miteinander einen inspirierenden Platz zu schaffen.

Frederico Göpelt (Jugendbereich)

Beiträge der Projektgruppe

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Veranstaltungen

Alpiner Infoabend – Orientierung im alpinen Gelände

Datum: 25. April 2024
Uhrzeit: 19.00 - 20.30
Ort: Vereinszentrum, Seydlitzstr. 1k, 10557 Berlin

Alpiner Info-Abend: Klettersteige

Datum: 23. Mai 2024
Uhrzeit: 19.00 - 20.30
Ort: Vereinszentrum, Seydlitzstr. 1K, 10557 Berlin