+++++ Infoabend “Trainingsplanung im Sportklettern und Bouldern”, am Dienstag, 03. Dezember, 19.00 – 21.00 Uhr, DAV Kletterzentrum +++++
+++++ Die Veranstaltung: “Wie schmecken die Alpen” am 21. November entfällt. +++++
+++++ Geschichtswerkstatt: “Berliner reisen in die Berge”, am Donnerstag, 05. Dezember, 19.00 – 21.00 Uhr, Geschäftsstelle +++++

Jahresrückblick 2017 Bergsalamander Alpenwoche

Alpenwoche der Bergsalamander – auf kurzen Beinen in die Berge

Die Bergsalamander blicken inzwischen schon auf viele gemeinsame Erlebnisse zurück, ob nun wandernd, paddelnd, kletternd oder auf Ski. Ende Juli ging es dann endlich auch in die Alpen, und zwar zum Hohenzollernhaus, einer familienfreundlichen Hütte im Radurschltal in den Öztaler Alpen. Zwar konnten die meisten Eltern schon auf einige alpine Erfahrung zurückblicken, doch spätestens seit Geburt der Kinder waren solcherlei Unternehmungen auch für diese unmöglich geworden. Jetzt konnten sie endlich ihre Ausrüstung aus dem Schrank holen und entstauben – und manchmal auch feststellen, dass der Zahn der Zeit doch daran genagt hatte. Dazu kamen dann noch „absolute Anfänger“ wie ich, die es trotz jahrelanger Mitgliedschaft im Alpenverein tatsächlich noch nie richtig in die Alpen geschafft hatten. Umso großartiger, dass gerade mein Kind und die damit verbundene Mitgliedschaft in einer Familiengruppe mir diese Erfahrung verschaffte.

Bemerkenswert waren die Begeisterung und das Durchhaltevermögen der Kinder (zwischen fast vier und sieben Jahren). Solange genug Gelegenheit blieb, den Spielplatz vor der Hütte zu erkunden und am Bach Staudämme zu bauen, waren sie gerne auch zu längeren Wanderungen bereit und hatten gerade in der Gruppe viel Spaß dabei. Von dem anfangs eher durchwachsenem Wetter ließen sie sich nicht abschrecken – während der letzten Tage der Hüttenwoche wurden wir alle dann mit Sonnenschein belohnt.

Schon der Aufstieg zur Hütte bot kindgerechte Spannung, unter anderem durch einen kleinen Spielplatz gleich zu Beginn, durch den Blick auf einen rauschenden Wasserfall und die Bedienung der Materialseilbahn – die Hüttenwirt Joe später noch einmal detailliert vorführte. Ebenso zeigte er uns die Herstellung von Zirbenlikör, für die Kinder natürlich nur ein sehr theoretisches Unterfangen.


Spannender war für diese der äußerst kinderfreundliche Hund Alok, der sogar von einigen Kids mit an der Leine geführt werden durfte – eine große Motivation zum Weiterlaufen auf dem Heimweg.
Weitere Highlights für die Kinder – neben Spielplatz und Staudamm-Bauen – waren der Kaiserschmarren auf der Hütte ebenso wie das Lunchpaket unterwegs: In einer Papiertüte geheimnisvoll verpackt schmeckt so etwas viel spannender als von Mama oder Papa geschmierte Stullen. Und dann war da noch der Kinder-Klettersteig, ideal für kurze Beinchen, ebenso wie eine leichte Kletterroute und unterwegs viele Felsblöcke für Boulder-Versuche.

Die Eltern bewunderten währenddessen Alpenglühen und einen beeindruckenden Regenbogen über dem Radurschltal und verbrachten gemütliche Abende in der kleinen Gaststube des Hohenzollernhauses (an denen auch der Zirbenlikör gekostet wurde) – eine gute Gelegenheit, sich auch mal ausgiebiger zu unterhalten als bei unseren Klettertreffen und Tagesausflügen.

Im Fazit: Zwar kann man mit kleinen Kindern nicht so viel und weit wandern, wie man es sonst vielleicht gewohnt ist – dafür bleibt die Zeit, Insekten auf der Hand krabbeln zu lassen, und die Jagd nach Wegmarkierungen wird zum gemeinsamen Spiel. Und man muss nicht jedes Mal einen Gipfel erreichen, wenn das Ziel auch ein Picknickplatz mit toller Aussicht und Wasser zum Spielen sein kann. Mit solchen Erinnerungen fragt meine Tochter jetzt schon, wann wir denn wieder in die Alpen fahren und auch ich kann es kaum erwarten. Und noch ein Vorteil: In engen Matratzenlagern nehmen Kinder nicht so viel Platz ein.

 

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